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Schattenscharia

Die Stuttgarter und die Schatten-Scharia

Sie soll nicht mehr im Verborgenen blühen, die Scharia in Grossbrittannien, wenn's nach der Stuttgarter geht..   

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2314328

  • London - Wer an Scharia-Gerichte denkt, stellt sich meist eine Riege religiöser Hinterhof-Fanatiker vor, die Frauen steinigen lassen oder Dieben die Hand abhacken. Doch Scharia-Räte arbeiten ganz legal überall in Großbritannien und haben, so umstritten sie sind, wenig mit dem finsteren Stereotyp gemein. Ein Ortsbesuch. 

Die deutsche Dhimmipresse hat solche Vorurteile nicht, sich unter Scharia etwas Finsteres vorzustellen.  Sie macht einen Ortsbesuch und bestätigt ihren Lesern, dass alles ganz anders ist als die finsteren Gerüchte über den Islam...  und was entdeckt sie? Blühende Hortensien! Die Staatsfeinde sind keine, sondern nur „gefühlte“, das fühlt die Stuttgarter sofort. Die deutsche Presse hat einfach ein Gespür für die Friedlichkeit des Islam, das muss man ihr lassen.

  • Blühende Hortensien nebst Cabrios am Wegesrand und viel bürgerliches Reihenhaus-Idyll - so spießig sieht es aus vor der Tür einer Einrichtung, die viele Briten ganz weit oben auf die Liste der gefühlten Staatsfeinde setzen würden. Dass Mohammed Raza, Vorsitzender der britischen Scharia-Räte, hier im Londoner Westen hauptsächlich muslimische Frauen aus ihren Ehen "befreit", wäre für sie die zweite große Überraschung. Die dritte ist der Imam selbst: ein moderater, höflicher Mann mit einem großen Wunsch: "Es wäre prima, wenn mein Job überflüssig werden würde", sagt er, "wenn der Staat die religiöse Ehe der Frauen auflösen und ich den Rat schließen könnte." 

Überraschung gibt’s nur für die Stuttgarter, die noch nie von Scheidung auf islamisch gehört hat und meint sie fände unter rechtsstaatlichen Bedingungen statt. Wer die Kinder bekommt, ist eh egal, nach solchen Kleinigkeiten fragen die deutschen Besucher nicht.  

  • Die Nachricht, dass in ihrem Land ein paralleles Rechtssystem operiert, traf die Briten im vergangenen Jahr wie ein Schlag. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury, hatte die Debatte um die Aufnahme von Elementen der Scharia in britisches Zivilrecht überhaupt erst ins Rollen und gleich zur Eskalation gebracht. Die Integration einiger Aspekte, so der Erzbischof, sei unvermeidlich, denn Scharia-Institutionen spielten im Leben vieler Muslime ohnehin eine zentrale Rolle. In der Tat sind viele der schätzungsweise 80 muslimischen - und jüdischen - Glaubensgerichte bereits seit Jahrzehnten im Dienst. Nur hatte das kaum jemand gewusst, wie man an den Reaktionen ablesen konnte. Zornige Rücktrittsforderungen flogen Williams um die Ohren, seine Ansichten provozierten heftige internationale Kritik und ein hysterisches Echo im Königreich.
Wenn jemand von nichts gewusst hat und immer noch nichts weiss auch nach diesem Trip, dann ist es die deutsche Dhimmipresse. Dass Moslems das geltende Recht nicht anerkennen und ihr eigenes einführen wollen und schon praktizieren, das wissen auch schon viele Briten,  der Skandal mit dem Erzbischof bestand darin, dass er das islamische Recht, das illegal praktiziert wird, auch als legal anerkannt wissen wollte, als Teil des englischen Rechtssystems.
  • Der kollektive Aufschrei kam kaum überraschend: Das moderne Großbritannien versucht noch immer zu verstehen, wie es vier islamistische Selbstmordattentäter hervorbringen konnte. Die Furcht vor unkontrolliert wucherndem Fundamentalismus, möglicherweise etwa in einer "Schatten-Scharia", ist seit dem Londoner U-Bahn-Anschlag von 2005 groß. Andere, auch Deutsche, finden schon die bloße Vorstellung unerträglich und unvereinbar mit ihrem westlichen Wertekanon.

Nicht so die Stuttgarter, mit deren Wertvorstellungen die Scharia offenbar vereinbar ist, sie darf  nur kein SchattendaseIn mehr führen.....

5.8.10 20:04
 



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